Unternehmenskultur positiv gestalten

In der aktuellen wissenschaftlichen Literatur wird sehr viel und teilweise sehr konträr über Unternehmenskultur geschrieben. Die meisten Autoren sich bei einem Aspekt einig: Eine positive Kultur im Unternehmen hat einen großen Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Die Beschäftigten und Führungskräfte sind für die Gestaltung der Kultur im eigenen Unternehmen maßgebend und somit leisten Sie auch einen großen Beitrag für den Erfolg des Unternehmens.

Dabei sind Unternehmenskulturen vorwiegend implizit. Sie stellen gemeinsam geteilte Überzeugungen dar, die das Selbstverständnis und die Eigendefinition der Organisation beeinflussen. Außerdem prägen sie das tägliche Handeln der Beschäftigten. Die Unternehmenskultur gibt somit eine vertraute Alltagspraxis wieder, die gleichsam automatisch gelebt wird. Hier werden die im Unternehmen geltenden Werte trotz vorhandener Broschüren über Werte oder Leitbilder primär informell vermittelt. Es sind somit meist kaum messbare Nebensächlichkeiten oder Verhaltensweisen, die in Unternehmen und Organisationen als Kultur manifestiert sind.

Unternehmenskulturen berufen sich auf gemeinsame Orientierungen, Werte, Handlungsmuster. Somit wird ein kollektives Phänomen dargestellt, welches das Handeln jedes einzelnen Organisationsmitglieds beeinflusst. Daher sind Unternehmenskulturen in der Regel das Ergebnis des Zusammenspiels der Handlungen vieler Stakeholder im und außerhalb des Unternehmens. Falls die Werte und Normen nur von einer Teilgruppe der Unternehmensmitglieder getragen werden, dann handelt es sich im Übrigen um eine Subkultur.

Unternehmenskultur wird durch die Entwicklung und Geschichte des Unternehmens und seiner Umwelt wesentlich gefestigt. Daher kann die Kultur im Unternehmen als ein Ergebnis historischer Lernprozesse angesehen werden. Hierbei betreffen die Lernprozesse vor allem den Umgang mit Umweltproblemen und mit der internen Koordination. Folgerichtig setzen sich bestimmte Handlungsweisen als akzeptierte Problemlösungen durch. Es stellen sich bevorzugte Wege des Denkens und Problemlösens heraus, es wird immer deutlicher, was als „gut“ und was als „schlecht“ gelten soll, bis schließlich diese Orientierungsmuster zu mehr oder weniger selbstverständlichen Voraussetzungen des organisatorischen Handelns werden.

Dies bedeutet, dass die Unternehmenskultur gleichsam eine gemeinsame Wissensbasis darstellt, der die Entwicklungsgeschichte einer Organisation wiedergibt. Daher sind Kulturen dynamisch, ihr Lernprozess ist nie abgeschlossen. Die Lernbereitschaft der Beschäftigten hängt allerdings sehr stark davon ab, wie sich die Kultur ausprägt. Insgesamt entsteht die Unternehmenskultur aus Lernprozessen und beeinflusst im Nachhinein als gegebene Struktur wiederum neue Lernprozesse und damit wieder die Unternehmenskultur.

Diese Lernprozesse können gezielt gesteuert werden, indem im Unternehmen eine „Feedbackkultur“ besteht, d. h. Feedback wird regelmäßig gegeben und konstruktiv gesehen. Das ALEADON 360 Grad Feedback System mit den unterschiedlichen Varianten kann dabei unterstützend sein:

Die ALEADON Personalentwicklung Software ist praxiserprobt und kann die Grundlage für eine Feedback- und Lernkultur zur Beeinflussung bzw. Gestaltung von Unternehmenskultur sein.